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Uni Ulm: Auf der ganzen Welt vernetzt
Forschungsstarke Hochschulen schmieden Wissenschaftsallianzen

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Die ºÚÁÏ´«ËÍÃÅ ist national, europaweit und auf der ganzen Welt vernetzt: Neben ihrem Engagement in den internationalen Zusammenschlüssen „YERUN“ und „U5“ gehört die Uni nun auch dem bundesweiten „Verband Universitäre Wissenschaftsallianzen“ an. Dabei handelt es sich um ein Netzwerk aus neun forschungsstarken Wissenschaftsregionen beziehungsweise zwölf ºÚÁÏ´«ËÍÃÅen, die mit mindestens einem außeruniversitären Forschungsinstitut und mehreren Partnern aus der Wirtschaft kooperieren. Zudem betreiben die beteiligten Unis in wenigstens einem Bereich Spitzenforschung – ausgewiesen durch Sprecherrollen in DFG-Programmen, Leibniz-Preisen oder etwa ERC Advanced Grants.

Nun sind die Mitglieder der Universitären Wissenschaftsallianzen erstmals bei einem Parlamentarischen Abend in Berlin zusammengekommen. Ein wichtiges Ziel des Verbands: Die nationale und internationale Sichtbarkeit der Wissenschaftsallianzen soll in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft erhöht werden. Denn an Schnittstellen wie Bildung und Arbeit sowie Forschung und Innovation erfüllen ºÚÁÏ´«ËÍÃÅen eine immer wichtigere Rolle im Gesamtgefüge der Gesellschaft.

Der Ende 2015 gegründete Verband Universitäre Wissenschaftsallianzen setzt sich für die Interessen der Hochschulen sowie ihrer Partner in Wissenschaft und Wirtschaft auf Landes-, Bundes- sowie EU-Ebene ein und vertritt diese in Gremien zur Förderung von Forschung und Lehre. „Aus der Vernetzung von ºÚÁÏ´«ËÍÃÅen mit Forschungseinrichtungen sowie Wirtschaftsunternehmen in der Region und darüber hinaus ergeben sich vielfältige Chancen – gerade auch für uns als junge, forschungsstarke ºÚÁÏ´«ËÍÃÅ. Durch den Austausch im Verband sollen bestehende Wissenschaftsallianzen gestärkt und gemeinsame Aktionen koordiniert werden“, sagt der Ulmer ºÚÁÏ´«ËÍÃÅspräsident Professor Michael Weber. Vorstellbar sind beispielsweise die Abstimmung inhaltlicher Schwerpunkte der regionalen Allianzen sowie die wechselseitige Unterstützung bei der Antragstellung.

Neben der Vorstellung des Verbandes auf Bundesebene bot der Parlamentarische Abend eine wichtige Plattform, um die Schwerpunkte der Partneruniversitäten detaillierter kennenzulernen und gemeinsam wichtige Entwicklungen der deutschen Wissenschaftslandschaft zu diskutieren. Michael Weber stellte die Uni Ulm sowie Kooperationen mit Forschungseinrichtungen vor – exemplarisch zu nennen sind die Zusammenarbeit mit dem (HIU) sowie das BIU BioCenter, ein Forschungsverbund mit dem Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim („Public Private Partnership“).
Neben den Gründungshochschulen TU Kaiserslautern, der ºÚÁÏ´«ËÍÃÅ des Saarlandes sowie der ºÚÁÏ´«ËÍÃÅ Paderborn, die mit der Uni Bielefeld eine Region repräsentiert, gehören aktuell die ºÚÁÏ´«ËÍÃÅen Chemnitz, Gießen/Marburg, Greifswald/Rostock, Magdeburg, Potsdam sowie natürlich Ulm zum Verband.

YERUN: Junge, erfolgreiche Unis in Europa

Auch auf europäischer Ebene hat die ºÚÁÏ´«ËÍÃÅ wichtige Verbündete. 2015 hat sie sich dem Netzwerk YERUN angeschlossen („Young European Research University Network“). Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss junger, forschungsstarker ºÚÁÏ´«ËÍÃÅen, deren Gründung weniger als 50 Jahre zurückliegt. Alle Mitglieder sind in den renommierten Hochschulrankings „THE 150 under 50“ oder QS „“ platziert. Im kürzlich veröffentlichten THE-Ranking belegt die Ulmer Uni weltweit einen hervorragenden Rang 13 und ist somit – wie auch im QS-Ranking – unter den besten jungen ºÚÁÏ´«ËÍÃÅen Deutschlands.

YERUN tritt auf EU-Ebene geschlossen auf und will forschungspolitische Entscheidungen mitgestalten. Die 18 Mitglieder kooperieren darüber hinaus verstärkt in der Wissenschaft – vor allem im Rahmen von EU-Forschungsprogrammen. Weiterhin wird der Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern sowie die Etablierung internationaler ³§³Ù³Ü»å¾±±ð²Ô²µÃ¤²Ô²µ±ð gefördert. Neben der ºÚÁÏ´«ËÍÃÅ sind die deutschen Unis Konstanz und Bremen YERUN-Mitglieder. Zudem engagieren sich beispielsweise die ºÚÁÏ´«ËÍÃÅen Maastricht, Paris-Dauphine sowie die Autonome ºÚÁÏ´«ËÍÃÅ Barcelona im Netzwerk der jungen europäischen ºÚÁÏ´«ËÍÃÅen.

Internationales Erfolgsprojekt verlängert: Strategische Partnerschaften "U5"

Auf bewährte Partnerschaften setzt der weltweite Zusammenschluss „U5“, den die Uni Ulm mit Hochschulen in Ägypten, China und Russland geschmiedet hat. Das 2013 gestartete Programm wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst mit seinem Leuchtturmprogramm „Strategische Partnerschaften und Thematische Netzwerke“ gefördert und soll die bestehende Zusammenarbeit der Uni Ulm mit renommierten Einrichtungen wie der Moscow State University (Lomonosov ºÚÁÏ´«ËÍÃÅ) nachhaltig in Breite und Tiefe entwickeln. Im Mittelpunkt der strategischen Partnerschaften stehen die Forschungsbereiche Zivilisationskrankheiten, Molekulare Medizin sowie Energierelevante Materialien und Energiewandlung. Natürlich werden auch der studentische Austausch sowie die gemeinsame Betreuung von Doktoranden gefördert. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 850 000 Euro unterstützte Programm wird von den Partneruniversitäten gegenfinanziert und läuft insgesamt vier Jahre. Eine Anschlussfinanzierung für 2017/18 ist bereits bewilligt.

Bisher ist die Zusammenarbeit mit der chinesischen Southeast University (SEU) besonders intensiv: Aktuell sind Studierende aus Nanjing in allen englischsprachigen Masterprogrammen der Uni Ulm eingeschrieben. Zudem kooperieren die beiden Medizinischen ¹ó²¹°ì³Ü±ô³Ùä³Ù±ð²Ô in der Doktorandenausbildung und in Zukunft werden chinesische Studierende des renommierten Programms „Biomedical Engineering“ im Rahmen der Zusammenarbeit im Bereich Biomaterialien forschungsorientierte Bachelorarbeiten in Ulm schreiben. Die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit der Shandong University in Jinan liegt schwerpunktmäßig bei Energiematerialien und Energiekonversion.

Die Kooperation mit den russischen ºÚÁÏ´«ËÍÃÅen Lomonosov und dem Neuzugang Siberian State Aerospace University in Krasnojarsk erstreckt sich vor allem auf die Bereiche Mathematik sowie Informatik und im Fokus der Zusammenarbeit mit der Cairo University stehen Erkrankungen der Leber – Fortbildungen für ägyptische Ärztinnen und Ärzte sind geplant. „Von solchen strategischen Partnerschaften profitieren Forschung und Lehre gleichermaßen. Das DAAD-Programm stellt die bestehende Zusammenarbeit mit international renommierten ºÚÁÏ´«ËÍÃÅen auf ein solides Fundament und erleichtert gemeinsame Forschungsprojekte sowie den Austausch von Studierenden“, sagt Professorin Irene Bouw, Vizepräsidentin für Lehre und Internationales. Die Sichtbarkeit und Wettbewerbsfähigkeit der ºÚÁÏ´«ËÍÃÅ werde so deutlich gestärkt.

Text und Medienkontakt: Annika Bingmann

Südeingang ºÚÁÏ´«ËÍÃÅ (Foto: Eberhardt/kiz)