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Doppelter Erfolg: Millionenförderung für die Uni
SFBs zur Alternsforschung und zur Herstellung von solarem Wasserstoff verlängert

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Die hat gleich zwei Sonderforschungsbereiche der ºÚÁÏ´«ËÍÃÅ verlängert. Der , der jetzt in die zweite Förderphase geht, untersucht molekulare Mechanismen der Alterung an biologischen Schnittstellen. Grünes Licht gab die DFG auch für die dritte Förderphase des der ºÚÁÏ´«ËÍÃÅen Ulm und Jena widmet sich der lichtgetriebenen Katalyse, bei der Sonnenenergie zur nachhaltigen Herstellung von Wasserstoff genutzt wird. 

„Wir freuen uns sehr über diesen doppelten Fördererfolg. Er ist das Ergebnis jahrelanger wissenschaftlicher Spitzenleistungen und stärkt unser Profil als Forschungsuniversität in den Bereichen `Green Energy´ und ‚Life Long Health‘. Für ihre herausragende Arbeit und Ausdauer möchte ich mich bei den beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ausdrücklich bedanken“, sagt ºÚÁÏ´«ËÍÃÅspräsident Professor Michael Weber.

Alterungsprozesse auf molekularer Ebene verstehen
Im Sonderforschungsbereich 1506 „Alterung an Schnittstellen“ der ºÚÁÏ´«ËÍÃÅ forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 20 lebenswissenschaftlichen Fachgebieten zu den molekularen Prozessen des Alterns. Das übergeordnete Ziel ist es, Alterungsprozesse aufzuhalten und die Entstehung altersbedingter Erkrankungen zu verhindern. Besonders im Fokus der Forschung stehen biologische Schnittstellen, über die der Informationsaustausch zwischen Molekülen, Zellen und Organen koordiniert wird. Im Blick haben die Forschenden dabei insbesondere Organe wie Gehirn, Haut, Lunge und Knochen, die altersbedingte Erkrankungen prägen und Schrittmacher des organischen Alterns sind, sowie Stammzellen und das Immunsystem. Die DFG fördert den Alterns-SFB, der von der Ulmer ºÚÁÏ´«ËÍÃÅsmedizin getragen wird, bis Ende 2029 mit rund 14 Millionen Euro.

„Alterung ist kein festgelegtes biologisches Programm, sondern ein plastischer Prozess, der sich genetisch, pharmakologisch und durch Umgebungsfaktoren beeinflussen lässt“, betont das Ulmer SFB-Sprecherduo Professor Hartmut Geiger und . Die Ulmer Forschung soll in neue Anti-Aging-Strategien und individuelle Therapien einfließen. „Unsere Ergebnisse werden den behandelnden Ärztinnen und Ärzten helfen, die besten therapeutischen Entscheidungen zu treffen“, so die beiden Forschenden.

Aus der ersten Förderphase gibt es bereits vielversprechende Erkenntnisse – beispielsweise aus der Stammzellforschung – zu regenerativen Schlüsselmechanismen, die Hinweise geben auf elementare molekulare Stellschrauben des Alterns. Beteiligt am Ulmer Alterns-SFB sind neben der ºÚÁÏ´«ËÍÃÅ und dem ºÚÁÏ´«ËÍÃÅsklinikum weitere Ulmer Kliniken sowie Forschungspartner aus München, Tübingen und Aachen.

„Grüner“ Wasserstoff nach dem Vorbild der Natur 
Wie sich nach dem Vorbild der Photosynthese Energie aus dem Sonnenlicht umwandeln und in chemischer Form speichern lässt, daran forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der ºÚÁÏ´«ËÍÃÅen Ulm und Jena im . Der Transregio-Sonderforschungsbereich „CataLight – Lichtgetriebene molekulare Katalysatoren in hierarchisch strukturierten Materialien“ wird bereits seit 2018 gefördert und erreicht nun die dritte und damit letzte Förderphase. Die DFG stellt dafür 12,3 Millionen Euro zur Verfügung. Der chemische Prozess, der bei CataLight im Mittelpunkt steht, ist die Spaltung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff mit Hilfe von Sonnenlicht. Die lichtgetriebene Katalyse ist ein Schlüsselprozess für die Herstellung von ‚grünem‘ Wasserstoff, der für eine klimafreundliche Energieversorgung genutzt werden kann.

Aus den ersten beiden Förderphasen gibt es bereits Erfolge: So ist es gelungen, photokatalytische Prozesse schützend in polymere Materialien einzubetten und diese zu stabilisieren. Fortschritte gab es außerdem bei der Suche nach nachhaltigen Materialien und der Entwicklung von Photosystemen, die sich selbst reparieren. Hinzu kommen „Solarbatterien“, die gespeicherte Sonnenenergie auf Knopfdruck freigeben können. In der kommenden Förderphase wollen die Forschenden nun katalytische Teilprozesse, die bislang getrennt erforscht wurden, miteinander verknüpfen und untersuchen, wie unterschiedliche Halbreaktionen am besten ineinandergreifen.

„Wir wollen Sonnenlicht als Energiequelle für chemische Katalysen nutzbar machen, um unserer Gesellschaft eine nachhaltige Zukunft zu ermöglichen“, so Professor Sven Rau von der ºÚÁÏ´«ËÍÃÅ und von der Friedrich-Schiller-ºÚÁÏ´«ËÍÃÅ Jena. Die beiden Chemiker bilden das Sprecherteam für die dritte Phase des SFB/TRR zur Photokatalyse. An „CataLight“ sind neben den ºÚÁÏ´«ËÍÃÅen Jena und Ulm die ºÚÁÏ´«ËÍÃÅen Wien, Mainz und Oldenburg beteiligt sowie Max-Planck-, Helmholtz- und Leibniz-Institute aus Mainz, Jena und Leipzig. 
 

Weitere Informationen zum SFB 1506 „Alterung an Schnittstellen“
Prof. Dr. Hartmut Geiger (Sprecher), Leiter des Instituts für Molekulare Medizin an der ºÚÁÏ´«ËÍÃÅ, E-Mail: hartmut.geiger(at)uni-ulm.de // Prof. Dr. Karin Scharffetter-Kochanek, (Stellv. Sprecherin), Ärztliche Direktorin der Klinik für Dermatologie und Allergologie am ºÚÁÏ´«ËÍÃÅsklinikum Ulm, E-Mail: Karin.Scharffetter-Kochanek(at)uniklinik-ulm.de

Weitere Informationen zum
Prof. Dr. Sven Rau (Sprecher), Leiter des Instituts für Anorganische Chemie I der ºÚÁÏ´«ËÍÃÅ, E-Mail: sven.rau(at)uni-ulm.de 
Prof. Dr. Felix H. Schacher (Co-Sprecher), Institut für Organische Chemie und Makromolekulare Chemie der ºÚÁÏ´«ËÍÃÅ Jena, E-Mail: felix.schacher(at)uni-jena.de
 

Text und Medienkontakt: Andrea Weber-Tuckermann 

 

Das Sprecherteam des Ulmer Alters-SFB v.l. Prof. Hartmut Geiger und Prof. Karin Scharffetter-Kochanek
Das Sprecherteam des Ulmer Alters-SFB v.l. Prof. Karin Scharffetter-Kochanek und Prof. Hartmut Geiger (Foto: Elvira Eberhardt / Uni Ulm)
Eine Wissenschaftlerin aus dem Ulmer Institut für Molekulare Medizin
Forschende des Ulmer Alters-SFB beurteilen Gewebeschnitte
Forschende des Ulmer Alters-SFB bei der Arbeit im Labor (Foto: Elvira Eberhardt / Uni Ulm)
Das Sprecher-Team von CataLight Prof. Sven Rau (links) und Prof. Felix H. Schacher
Das Sprecher-Team von CataLight Prof. Sven Rau (links) und Prof. Felix H. Schacher (Fotos: CataLight)
Probenröhrchen mit lichtaktiver Substanz
Probenröhrchen mit lichtaktiver Substanz (Foto: Elvira Eberhardt / Uni Ulm)