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Research Networks

Die Universität Ulm blickt auf eine lange Tradition erfolgreicher physischer und psychischer Traumaforschung zurück. Es wurden und werden zahlreiche Verbundprojekte durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Europäische Union (EU) und das Land Baden-Württemberg gefördert. Dadurch wurden eine exzellente wissenschaftliche Expertise und ein hoher Grad an interdisziplinärer Zusammenarbeit am Standort Ulm aufgebaut. In Ulm arbeiten grundlagenorientierte Forschungsabteilungen und klinische Abteilungen eng zusammen. Forschung erfolgt nahe am Patienten translational über Fächergrenzen hinweg.

Deutlich wird dies an den aktuellen Verbundprojekten, die unter dem Dach des ZTF bearbeitet werden und die im Folgenden aufgelistet sind.

DFG Sonderforschungsbereich 1149: Gefahrenantwort, Störfaktoren und regeneratives Potential nach akutem Trauma

Insgesamt 19 Kliniken und Institute aus dem Universitätsklinikum Ulm und der Universität kooperieren in diesem gemeinsamen Forschungsvorhaben. Der SFB 1149 wurde 2014 fĂĽr 4 Jahre mit 11,2 Mio. €  Fördermitteln ausgestattet und 2019 fĂĽr zunächst weitere 4 Jahre mit einer Fördersumme von 10,6 Mio. â‚¬ verlängert.

Zivil-militärischer Verbund "Regenerative Medizin"

Der Forschungsverbund "Regenerative Medizin" verfolgt in 8 zusammenhängenden Teilprojekten das ĂĽbergeordnete Ziel, die Folgen von Traumata auf zellulärer und molekularer Ebene zu erforschen und neue Therapien fĂĽr Verletzungen von Knochen, Knorpel, Haut, Nerven sowie fĂĽr psychische posttraumatische Störungen zu entwickeln. Die Regeneration soll durch die Anwendung bioaktiver MolekĂĽle, durch die Entwicklung zelltherapeutischer Verfahren und durch die Modulation von entzĂĽndlichen Vorgängen verbessert werden. Die Forschungsfragen, die im Verbund bearbeitet werden, sind daher von sehr hohem gesundheitlichem wie sozioökonomischem Interesse fĂĽr unsere Gesellschaft. Von den Forschungsergebnissen werden sowohl Patientinnen und Patienten im zivilen Bereich als auch innerhalb der Bundeswehr profitieren. Der Verbund wird vom Sanitätsamt der Bundeswehr mit 1,6 Mio. € finanziert.

Kompetenzzentrum Kinderschutz

Das in der Medizin in Baden-WĂĽrttemberg (com.can; Competence Center Child Abuse and Neglect) wurde 2013 als standortĂĽbergreifender Verbund der Abteilung fĂĽr Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Freiburg, der Abteilung fĂĽr Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Heidelberg (die schon im Transregio-Kompetenzzentrum KJP aktiver Partner war), der Klinik fĂĽr Kinder- und Jugendmedizin Ulm und der Klinik fĂĽr Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie in Ulm gegrĂĽndet. Sprecher des com.can ist Prof. Jörg M. Fegert. Aufgrund der erfolgreichen Projektzusammenarbeit beschloss das Ministerium fĂĽr Wissenschaft, Forschung und Kunst (MWK) Baden-WĂĽrttemberg im November 2015, das Kompetenzzentrum als Einrichtung an der Klinik fĂĽr Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Ulm zu verstetigen. Zu dieser Verstetigung wurden zwei W1-Professuren zur Epidemiologie und zur Verlaufsforschung und zur Dissemination/E-Learning im Kinderschutz eingerichtet.

Meine Kindheit – Deine Kindheit

Das Ziel des vom Bundesministerium fĂĽr Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projektes " ist es, zu untersuchen, welchen Einfluss positive und negative mĂĽtterliche Kindheitserfahrungen auf die Beziehung zum eigenen Kind und die Entwicklung des Kindes haben. Dabei geht es um ein besseres Verständnis fĂĽr die Mechanismen, welche einen Einfluss von Kindheitserfahrungen auf die nächste Generation bedingen können. Hierbei soll der Erforschung zugrundeliegender biologischer Mechanismen besondere Beachtung zukommen. Langfristiges Ziel der Studie ist es, spezifische UnterstĂĽtzungsangebote fĂĽr MĂĽtter mit belastenden Erfahrungen bereitstellen zu können und den Zugang zu Hilfen zu erleichtern – besonders wenn während der Schwangerschaft oder nach der Geburt Fragen zum Umgang mit dem Kind oder Themen der eigenen Kindheit dringlich werden. Ein besseres Verständnis der Mechanismen, die zu einer Weitergabe von Risiken in die nächste Generation beitragen, sowie ein umfassendes Wissen ĂĽber die Möglichkeiten, eine solche transgenerationale Weitergabe durchbrechen zu können, sind wesentliche Voraussetzung dafĂĽr.