Sanierung von O25 geplant
Alles ĂŒber die Vorarbeiten und Ersatzbauten
Das Herz der Uni, das GebĂ€udekreuz O25 am Haupteingang SĂŒd mit seinen groĂen HörsĂ€len und dem Forum soll in den kommenden Jahren saniert werden. Um Lehre und Forschung auch wĂ€hrend der Sanierung zu ermöglichen, sind Ersatz-RĂ€umlichkeiten geplant: Voraussichtlich ab Ende Juli werden die Forumsbereiche in N24 revitalisiert, um diese als Ersatz-Forum zu nutzen. AuĂerdem soll ein Ersatz-Hörsaalzentrum entstehen. Die FederfĂŒhrung der MaĂnahmen liegt bei Vermögen und Bau Ulm.
Moderne Studien- und Arbeitsbedingungen fĂŒr alle Uni-Mitglieder: Das ist das Ziel einer ersten groĂen Sanierungsphase an der UniversitĂ€t Ulm, die zum Ende der Vorlesungen des Sommersemesters 2026 mit mehreren vorbereitenden MaĂnahmen beginnt. Damit Lehre und Forschung möglichst ungestört weiterlaufen können, ist zunĂ€chst vorgesehen, BestandsrĂ€ume zu Ersatz-LehrrĂ€umen zu ertĂŒchtigen sowie ein Ersatz-Hörsaalzentrum zu errichten.
Voraussichtlich 2028 sollen die Sanierungsarbeiten am Festpunkt O25 beginnen. Das GebĂ€udekreuz von 1972 bildet das Herz der UniversitĂ€t: Hier befinden sich der Haupteingang SĂŒd, die groĂen HörsĂ€le sowie Veranstaltungs- und LernflĂ€chen. Die Infrastruktur entspricht jedoch nicht mehr modernen Standards und die Technik in den HörsĂ€len und SeminarrĂ€umen ist veraltet.
Wir freuen uns, dass das Land Baden-WĂŒrttemberg in den Bildungsstandort Ulm investiert
Die UniversitĂ€t Ulm bleibt wĂ€hrend der gesamten Sanierung erreichbar und in vollem Betrieb. Da es sich bei den UniversitĂ€tsgebĂ€uden um LandesgebĂ€ude handelt, liegt die Verantwortung fĂŒr die Projekte federfĂŒhrend bei Vermögen und Bau Ulm. »Wir freuen uns, dass das Land Baden-WĂŒrttemberg in den Bildungsstandort Ulm investiert«, sagt UniversitĂ€tsprĂ€sident Professor Michael Weber. »So werden wir noch attraktiver fĂŒr Studierende, die schon wĂ€hrend des Umbaus in den Ersatz-RĂ€umlichkeiten von hochmodernen Lernumgebungen profitieren werden.«
Der Auftakt erfolgt im GebĂ€ude N24. Dort ist die Sanierung der LĂŒftungen der HörsĂ€le 11 bis 16 und die anschlieĂende ErtĂŒchtigung und Modernisierung des angrenzenden Forumsbereichs geplant. Das an dieser Stelle entstehende Ersatz-Forum soll kĂŒnftig fĂŒr bis zu 800 Personen zur VerfĂŒgung stehen. Dort sollen Messen und Konferenzen sowie universitĂ€re Veranstaltungen wie beispielsweise der Lange Abend der Wissenschaft stattfinden. Geplant ist zudem eine zentrale Anlaufstelle fĂŒr Informationen. Des Weiteren sollen LernflĂ€chen eingerichtet und modern möbliert werden. Der Umbau soll nach dem Ende der Vorlesungszeit Ende Juli 2026 beginnen. GeschĂ€tzte Kosten: rund drei bis vier Millionen Euro.
Damit die Lehre auch wĂ€hrend der Sanierung von O25 aufrechterhalten werden kann, ist beabsichtigt 2028 ein gut 1000 Quadratmeter groĂes, multifunktionales Ersatz-Hörsaalzentrum auf dem Parkplatz östlich der UniversitĂ€tsbibliothek West zu errichten. Das barrierefreie GebĂ€ude bietet 400 SitzplĂ€tze und kann rĂ€umlich flexibel fĂŒr Lehre, PrĂŒfungen und Veranstaltungen genutzt werden. AuĂerdem sollen in verschiedenen GebĂ€uden auf dem Campus bestehende RĂ€umlichkeiten als zusĂ€tzliche Lehr- und LernrĂ€ume ertĂŒchtigt werden. Das Ersatz-Hörsaalzentrum soll voraussichtlich rund 14,4 Millionen Euro kosten und fertiggestellt sein, bevor die Sanierung von O25 beginnt. Da in den kommenden Jahrzehnten weitere GebĂ€udekreuze saniert werden sollen, ist es als InterimsgebĂ€ude auf eine Nutzungsdauer von 25 Jahren ausgelegt und soll nach Nutzungsende zurĂŒckgebaut werden.
Sobald das Ersatz-Hörsaalzentrum in Betrieb ist, sollen die Sanierungsarbeiten an O25 beginnen. Der Festpunkt wird dann fĂŒr mehrere Jahre geschlossen und fĂŒr die Sanierung bis auf den Rohbau entkernt. Brandschutz und GebĂ€udetechnik werden auf den neuesten Stand gebracht und die GebĂ€udehĂŒlle wird energetisch modernisiert. Auch ist die Verbesserung der Barrierefreiheit vorgesehen. Durch einen optimierten Grundriss sollen kĂŒnftig bisher auf mehrere Standorte verteilte Institute rĂ€umlich zusammengefĂŒhrt und FlĂ€chen effizienter genutzt werden. Weitere Ziele sind optimierte LernflĂ€chen sowie eine Ausstattung mit moderner Hörsaal- und Medientechnik. Es wird angestrebt, das Projekt im Landeshaushalt 2027 zu berĂŒcksichtigen.
»Bei der Planung und Umsetzung dieser Projekte arbeiten wir sehr eng und vertrauensvoll mit der UniversitĂ€t Ulm zusammen«, so Dr. Diana Marquardt, Leiterin von . »FĂŒr uns ist es besonders wichtig, die baulichen MaĂnahmen nachhaltig, wirtschaftlich und mit Blick auf die zukĂŒnftigen Anforderungen von Forschung und Lehre umzusetzen.«
Text: Christine Liebhardt
Fotos: Elvira Eberhardt